„Print kann Gefühle und Stimmungen transportieren“

18/08/2015

Canon setzt rund 30 Prozent der Werbeausgaben für Print ein. Kai Kester Löhle, Manager Marketing Services im Bereich Corporate & Marketing Communications erklärt, warum das so ist. Er ist seit 1999 bei Canon und seit 2010 in der aktuellen Funktion tätig. 

Gegenüber Online-Werbung sieht Kai Kester Löhle einige Merkmale, die nur Print erreichen kann: „Print transportiert im entsprechenden Umfeld eine nachhaltige Unternehmens- und/oder Produktbotschaft und kann mit der Haptik und Anmutung der Anzeige, des Inhalts anders spielen, als es zum Beispiel Online möglich ist. Aber das eine schließt das andere nicht aus und wir sind immer gefordert entsprechend der eigenen Ziele den bestmöglichen, bezahlbaren Weg zu gehen.“ Dabei kommt es auch immer auf den Einsatzzweck an: „Wenn Canon über das Bild bestimmte Eigenschaften, Werte, Anmutungen schafft, dann ist ein Hochglanzmagazin mit entsprechenden Bildstrecken für viele Kunden attraktiver als eine 72dpi Auflösung am Rechner. Print hat also neben der textlichen Information die große Chance, Gefühle und Stimmungen viel besser zu transportieren und deutlich nachhaltiger eine Marke präsentieren.“ Das schätzen auch die Kunden: „Was wir an Rückmeldung erhalten ist positiv. Wir beschäftigen uns, Sie gestatten die selbstsichere Beschreibung, mit tollen Produkten und Dienstleistungen und arbeiten mit Profis zusammen. Optimierung ist immer ein Punkt, dennoch sind wir zufrieden.“ Für Kai Kester Löhle ist das ein Grund, weiter auf Print zu setzen. „Wie erwähnt schauen wir auf unsere Kunden, welche Medien nutzen diese und wo erreichen wir diese am besten. Prozentual lässt sich das heute nur bedingt greifen, unverbindlich sehe ich in den nächsten fünf Jahren einen Anteil von wenigstens 20 % innerhalb des Mixes.“

Die Mehrkanal-Strategie bleibt dabei ein wichtiges Thema. „Cross Media, ein viel verwendeter Begriff und im Grunde Standard, das heißt Print und Online ist in der Regel verzahnt, über die einfache Integration von beispielsweise QR Codes oder Augmented Reality Inhalte  ist man ruck zuck von der Anzeige, dem Advertorial im Web. Das Gleiche gilt für TV und Social Media Aktivitäten. Ein Beispiel ist unser Brand Eins Magazin Mailing an Key Kunden, dem wir eine Videobotschaft unseres Geschäftsführers über den Umschlag haben zukommen lassen. Print lebt von Motiven und den Geschichten, die dort erzählt werden können. Diese in Verlängerung zu Social Inhalten, einem Youtube 30-Sekünder oder TV Spot  zu gestalten ist die Kür.“ 

Zu den jüngst bei Canon zu Ende gegangenen Kampagnen, die jetzt wieder aufleben, zählen die produktübergreifende CashBack-Aktion im Consumer-Bereich und die Canon für Business-Kampagne. „Innerhalb der Canon for Business Kampagne hatte Print einen Anteil von 40 Prozent“, erklärt Kai Kester Löhle. „Print ist nach wie vor ein wichtiges Medium im Mediamix und die unterschiedliche Art des Informationsbezugs durch unsere Zielgruppen ist ein weiteres Argument auch künftig das Medium Print zu bedienen“.