Starkes Signal für gesellschaftlichen Zusammenhalt

17/05/2017

BDZV-Hauptgeschäftsführer Wolff: Deutsche Sprache unverzichtbares Element für gelingende Integration

Die Initiative kulturelle Integration, der auch der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger angehört, hat am 16. Mai 2017 in Berlin 15 Thesen zur Rolle der Kultur für das Zusammenleben in einer pluralen, weltoffenen Gesellschaft vorgestellt. Am Nachmittag überreichten die Initiatoren Bundeskanzlerin Angela Merkel das Thesenpapier „Zusammenhalt in Vielfalt“.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters, die zu den Gründern der Initiative zählt, erklärte: „Von diesen 15 Thesen geht ein starkes und ermutigendes Signal für den gesellschaftlichen Zusammenhalt aus. Staat, Religionsgemeinschaften, Medien, Sozialpartner und Migrantenverbände sprechen hier mit einer Stimme – so unterschiedlich ihre Haltung ansonsten auch sein mag. Gemeinsam setzen wir uns dafür ein, dass Integration gelingt. Und wir sind uns einig: Gesellschaftliche Integration gibt es nur über kulturelle Integration. Deshalb stärken wir die Kultur und ihre Fähigkeit, Identität und Zusammenhalt zu stiften.“

Gründungsmitglieder der Initiative kulturelle Integration sind neben der Staatsministerin für Kultur und Medien, die das Vorhaben aus ihrem Etat finanziert, das Bundesinnenministerium, der Deutsche Kulturrat, das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration. Neben den Initiatoren gehören 23 weitere Mitglieder aus der Zivilgesellschaft, den Kirchen und Religionsgemeinschaften, den Medien, den kommunalen Spitzenverbänden und der Sozialpartner sowie der Kultusministerkonferenz der Initiative an.

Die fünfzehn Thesen sind in einem gemeinsamen Arbeitsprozess dieser 28 Organisationen in den vergangenen fünf Monaten entwickelt worden. Die Mitglieder der Initiative kulturelle Integration wollen angesichts aktueller Debatten mit diesen Thesen einen Beitrag zu gesellschaftlichem Zusammenhalt und zur kulturellen Integration leisten.

In mehreren Diskussionsrunden diskutierten Vertreter der 28 Organisationen anlässlich der Thesen-Veröffentlichung in Berlin verschiedene Aspekte der Integration. BDZV-Vizepräsident Valdo Lehari jr., Verleger des „Reutlinger General-Anzeigers“, konzentrierte sich dabei vor allem auf These 6 (Demokratische Debatten- und Streitkultur stärkt die Meinungsbildung in einer Gesellschaft). „Wir müssen verstehen, dass Zeitungen auch ein Kulturgut sind“, sagte Lehari jr. und forderte, dass Zeitungen als tagesaktuelles Integrationsprojekt unbedingt in die Schulen gehörten.

Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates (links), und Dietmar Wolff, BDZV-Hauptgeschäftsführer.Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates (links), und Dietmar Wolff, BDZV-Hauptgeschäftsführer.Für den BDZV hat Hauptgeschäftsführer Dietmar Wolff an den Thesen mitgearbeitet. Wolff begrüßte, dass „die Verteidigung der Meinungs- und Pressefreiheit darin eine wesentliche Rolle spielen“. Auch habe er als Vertreter der Pressemedien in der Auftaktveranstaltung am 15. Dezember 2016 im Bundeskanzleramt besonderen Wert darauf gelegt, „dass die deutsche Sprache ein unverzichtbares Element für gelingende Integration ist – und dass hierzu gerade auch die Fähigkeit zu lesen gehört“.

Die Mitglieder der Initiative kulturelle Integration laden dazu ein, sich den vorgelegten Thesen anzuschließen, sie zu verbreiten und mit Leben zu erfüllen. Unter http://kulturelle-integration.de/thesen/ besteht eine Mitzeichnungsmöglichkeit.